Maximum Payload

Als sich in einem langen, dunklen, kalten und schneereichen Winter 2008 einige zwielichtige Gestalten im heimischen "Kino-Zimmer" trafen um auf Plastikgitarren und elektronische Miniatur-Drumsets einzuprügeln (auf Markennamen haben wir an dieser Stelle aus rechtlichen Gründen verzichtet, es hat jedoch etwas mit "Rock" und ner "Band" zu tun...) hätte wohl niemand geahnt, dass dies jemals in einer Art seriösen Band oder gar eigenem Songmaterial enden würde.

 

Doch das ist sie. Das ist die Geschichte von fünf Jungs, die ohne große musikalische Erfahrung, aus reiner Freude am gemeinsamen Rocken, die Band Maximum Payload gründeten. Die Geschichte, die wieder einmal beweist, dass es für neue, interessante Musik keine 08/15 Castingshows braucht. Denn am Ende geht es nur um eines - das Gefühl, dass man beim Songwriting, dem Proben und allem voran bei unserer Lieblingsdisziplin, dem Live-Gig, hat.

 

Doch zurück zum langen, dunklen, kalten und schneereichen Winter...

 

Nach diesen eher spaßigen als musikalischen Abenden voller Bier vor Beamer und Anlage, war für unseren Drummer Adam eines klar: ein Schlagzeug muss her. Also wurde das nächstbeste Set im Drummer-Forum geschossen und los konnte der Unterricht gehen. Dank seinem Lehrer Björn gelang sogar Adam irgendwann ein Vier-Viertel-Takt (wenn er nicht gerade mal seine Sticks zertrümmert oder unkoordiniert durch den Proberaum feuert), wofür wir heute noch zutiefst in Brjörns Schuld stehen.

 

Neben Adam bietet die Band auch dem Saitenzauberer Harry in zweites Zuhause. Er brachte, wie auch unser Sänger Ahni, etwas Band-Routine in unsere Kapelle. Diese zuvor bei "Timmy and the treckers" erworbene Erfahrung brachte im Gründungsprozess von Maximum Payload zwar rein gar nichts, hört sich jedoch beim Erzählen der Geschichte eigentlich immer ganz cool an. Bekannt für seine authentischen Show-Einlagen, sorgt Hollywood-Harry, auch gerne mal Berserker-Harry oder Barry genannt, neben dem Genuss für die Ohren auch mal für den einen oder anderen optischen Hingucker. Dies ist auch zwingend notwendig, wenn man neben der recht imposanten Erscheinung von Ahni auf der Bühne Präsenz zeigen will. Dieses Erscheinungsbild charakterisiert sich neben blanken Zahlen wie 2 Metern und 2 Zentnern auch in einer unvergleichlichen Gesichtsfrisur, die den einen oder anderen schon dazu veranlasste ihn für den Adoptivsohn von Justin Foley und der Gitarristen-Legende Zakk Wylde zu halten. Der Eindrucksvolle Bart mag wohl auch der Grund sein, der durch seine schiere Masse zu einer teilweisen Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit der unteren Gesichtshälfte führt und somit unter Anderem für den typischen Maximum Payload Sound verantwortlich ist.

 

 

Fast so groß wie Ahni, nur ein paar Zoll dünner, gibt es da noch den Basser Matze. Sparen wir uns an dieser Stelle die allzeit bewährten Sprüche wie "Sitzen zwei Bassisten am Tisch, kommt ein Musiker dazu" oder "Wie viele Bassisten braucht man...blablabla". Matze lässt gerne mal die Saiten schwingen und sorgt so recht ordentlich für die tiefen Frequenzen in unseren Songs. Gottseidank hat auch er irgendwann verstanden, dass die hin-und-her-Stimmerei zwischen zwei Tunings zwar im Proberaum durch den massiven Einsatz von kühlen Getränken und Zigarettenpausen überspielt werden kann, das Ganze im Live-Betrieb jedoch schwierig wird und sich dann endlich mal ein zweites Instrument zugelegt.

 

Bleibt noch einer im Bunde, der Gitarrist Nigel. Trotz seiner ungelenkigen Anmutung und der für sein Instrument etwas überdimensionierten Körpergröße (mit der er sich jedoch gut in die durchschnittliche Größe der Band einreiht) trifft der Junge ab und an mal einen Ton. Wird ihm in diesem Moment nicht gerade das Kabel aus dem Pedalboard getreten oder er vom abgebrochenen Drumstick-Streufeuer aus dem Hintergrund getroffen, kann das ganze sogar mit dem Rest der Band harmonieren und das Publikum wird von weiterem Ohrenleiden verschont.

 

Alle Mitglieder versammelt und mit einigermaßen spieltauglichen Instrumenten versorgt, musste ein Proberaum her. Da leider keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung standen und auch der Garten aufgrund der mitteleuropäischen Witterungsbedingungen eher ungeeignet erschien, entschied man sich kurzerhand für einen Probecontainer. Mit Strom, Fenstern, Bier und Heizung ausgestattet, bat dieser alles, was die junge Band begehrte.

Nun konnten die ersten Songs eingeübt werden. Wie das für junge, unerfahrene Bands so üblich ist, funktionierte dies natürlich einwandfrei, in kürzester Zeit und somit konnten wir bereits im Sommer 2009 auf Welttournee gehen. Nicht. Jedenfalls schafften wir irgendwann die ersten Coversongs fehlerfrei und voller Freude. Da wurde klar: ein eigener Song muss her! Also zückte Ahni kurzerhand seinen Pelikan-Füller und aus seiner Feder flossen die Worte für unseren ersten Song. "Pfalz Alive". Ein paar packende Gitarrenriffs und Drumbeats dazu und fertig war unsere erste bandinterne Hymne.

 

Dies geschafft, entschieden wir uns dazu zum ersten Mal Live zu spielen. Da die Bühnen der Welt für unsere Band noch etwas zu groß waren, zimmerten wir uns einfach selbst eine. Direkt vor unserem Probecontainer. So konnten wir, unserer Faulheit sehr entgegenkommend, einen Teil der damals recht schwächlichen PA einfach im Container lassen und die Fenster öffnen. Dies tat der guten Stimmung sichtlich keinen Abbruch und somit hatten wir auf der anschließenden Aftershow-Party auch schon die ersten Opfer zu beklagen. Eine Videokamera samt Datenträger, auf dem unser erstes Konzert festgehalten war und den Kopfhörerverstärker von Adam. Angeblich sei dies bis heute der Grund, warum Adam teilweise den Takt nicht hält ;).

 

Etwas Bühnenerfahrung gesammelt, ging es wieder mit voller Motivation zurück zum Songwriting. Der Zielsetzung „1 neuer Song pro Gig“ konnten wir, dank überschaubarer Konzertanzahl gerecht werden. So wurde irgendwann „Lifetime“ geboren. Der Song, bei dem ich noch heute den Ingenieuren und Technikern aller namhaften PA-Hersteller meine Hochachtung aussprechen muss. Denn ein Lautsprecher, der den teilweise doch etwas überraschend lauten Background-Gesagt von Harry verkraftet, ist für die Ewigkeit gebaut.

 

Nun hieß es also wieder Sachen packen und Konzert spielen. Diesmal ging´s in das berühmte „Schorleville-Basement“. Ein bunkerähnlicher Kellerbau, der uns seither für einige nette Gigs beherbergt hat und in dem wir den einen oder anderen Menschen für unsere Musik begeistern konnten.

 

Die aus „1 Song pro Gig“ resultierende Prozedur wiederholte sich nun wieder und wieder, bis wir irgendwann beim nächsten großen Meilenstein ankamen. Dies war der Winter 2012, in dem wir uns entschlossen, das Projekt „Maximum Payload“ mit etwas mehr Nachdruck anzugehen. Daraus resultierte die Entscheidung, dass wir uns eine neue PA kaufen. Also wich der zusammengewürfelte Haufen von Lautsprechern und Verstärkern einem netten, durchdachten und aufeinander abgestimmten System.

 

Dies führte jedoch zu einem ganz anderen Problem. Platz. Den Speditions-LKW im Nacken musste schnell ein alternativer Proberaum her. Der Container jedenfalls hatte nicht annähernd die Kapazität um unser neues Equipment zu beherbergen. Kurzerhand zogen wir also in unsere neue „Probe-Halle“ um, in der wir seither regelmäßig aktiv werden und die umliegenden Quadratkilometer Land mit netten Melodien belästigen.

 

Nun sind wir also angekommen in der Gegenwart. In einem Jahr 2013, das für unsere noch junge Band einige große Schritte bringen soll. Einer davon, der wahrscheinlich wichtigste, wird es sein, eine Platte aufzunehmen um unsere Musik auch außerhalb von Live-Shows der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wie dieses Projekt weitergeht erfährt ihr mit regelmäßigen Updates hier und selbstverständlich auch auf unserer Facebook-Bandpage.

 

Für Fragen, Anmerkungen, Buchungsanfragen oder Einladungen zum Grillen stehen wir euch gerne zur Verfügung unter info@maximumpayload.de.

 


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